Es muss im Jahr 1922 gewesen sein, aber sowohl der genaue Ort wie auch das genaue Datum sind leider nicht bekannt: Ein paar Freunde aus Fischeln gründeten die Schill’schen Offiziere, wie sie damals genannt wurden, und nahmen am Schützenfest 1922 teil. Der damalige Schützenkönig war Wilhelm Peters.

Das erste Wachlokal der Schill’schen war der “Südpol”, die ehemalige Gaststätte im Süden Fischelns. Erster Schill-Major war Anton Joyeux, sein Hauptmann Josef Dohmen. Bis zum Kriegsausbruch nahmen die Schill an allen Schützenfesten in Fischeln teil. Sie waren schon damals ein Aktivposten der Gesellschaft. Ein Privileg, das bis heute noch Bestand hat, ist die Entführung der Königin beim Schützenfest. Es besteht nur ein Unterschied: Früher wurden die Schill von den Getreuen des Königs gejagt und nach einem Schnellgericht hingerichtet. Das war damals ein Höhepunkt im Ablauf eines Schützenfestes. Heute hat es der König einfacher: er zahlt ein Lösegeld (meist in flüssiger Währung) und bekommt unblutig (und unversehrt) seine Königin zurück.

Auch nach dem 2. Weltkrieg standen die Schill-Offiziere wieder “Gewehr bei Fuß”, um das Schützenbrauchtum in Fischeln zu pflegen. Das Wachlokal war dann die Gaststätte “Am Dreieck”.

In den 60er Jahren hatte es die Kompanie schwer, die Mitglieder blieben aus. Als dann im Jahr 1968 Hans Kesseler die Kompanie übernahm (Major und 1. Vorsitzender), gelang es ihm, einen “verschworenen Haufen” zu formen und so die Kompanie auf lange Zeit zu erhalten. Im Jahr 1980 wurden die Schill erstmals Königskompanie, denn Hans Kesseler wurde Schützenkönig: es war ein ganz besonderes Schützenfest. Allerdings: Die Königin wurde in diesem Jahr nicht entführt!

Auch bei den Schießen der Gesellschaft konnte die Kompanie Erfolge feiern. Beim Füllhornschießen 1991 sowie beim Hubertus-Schießen 1992 wurde jeweils der Sieg errungen. Michael Prahl gewann 2004 den „Peter-Schlösser-Pokal“ als bester Schütze des Regimentes. Und 2002 stellten die Schill-Offiziere den ersten Jung-Schützenkönig der Gesellschaft: Christopher Prahl.

2008 bildeten die Schill-Offiziere ein weiteres Mal die Königskompanie: Ihr Major Daniel Frenkler holte mit einem gezielten Schuss das Zepter herunter. Mit Stephanie Nettelnstroth bildete er eines der jüngsten Königspaare in der Geschichte der Bürger-Schützen-Gesellschaft.